ADHS-Screening-Test für Erwachsene
Ein schnelles, validiertes Screening für ADHS-Merkmale bei Erwachsenen.
Dieses Screening verwendet den ASRS-5 (Selbstbeurteilungsskala für ADHS bei Erwachsenen nach DSM-5), entwickelt von der WHO in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School. Mit einer Sensitivität von 91,4 % und einer Spezifität von 96,0 % ist es eines der genauesten kurzen ADHS-Screening-Instrumente.
6 Fragen — dauert etwa 1 Minute
Über das ASRS-5 ADHS-Screening
Der ASRS-5 ist die neueste Version der Selbstbeurteilungsskala für ADHS bei Erwachsenen, entwickelt von der Weltgesundheitsorganisation in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School und der New York University.
Ursprünglich als 18-Item ASRS-v1.1 (Kessler et al., 2005) veröffentlicht, wurde die Skala mittels maschinellem Lernen (SLIM-Algorithmus) verfeinert, um die 6 am stärksten diskriminierenden Items für DSM-5-ADHS-Kriterien zu identifizieren. Das Ergebnis ist der ASRS-5, der eine AUC von 0,94 erreicht — eines der genauesten kurzen ADHS-Screening-Instrumente. Jede Frage verwendet optimierte gewichtete Bewertung statt einfacher Binärbewertung.
Wie die ASRS-5-Bewertung funktioniert
Anders als viele Screening-Tools mit einfacher Ja/Nein-Bewertung verwendet der ASRS-5 maschinell-lernoptimierte gewichtete Bewertung für maximale Genauigkeit.
Jede der 6 Fragen wird auf einer 5-Punkte-Skala (Nie bis Sehr oft) bewertet, wobei verschiedene Fragen unterschiedliche Gewichtungen haben — von 0 bis 6 Punkten pro Antwort. Der Gesamtscore reicht von 0 bis 24, mit einer klinischen Screening-Schwelle von ≥14.
Scores unter 14 liegen im Normalbereich, schließen ADHS jedoch nicht aus. Scores von 14 oder höher deuten auf erhöhte ADHS-Merkmale hin. Der ASRS-5 hat eine Sensitivität von 91,4 % und eine Spezifität von 96,0 %.
Wichtige Hinweise
- Dies ist ein Screening-Tool, kein diagnostisches Instrument. Nur qualifizierte Fachleute können ADHS diagnostizieren.
- Der ASRS-5 wurde bei Erwachsenen (18+) validiert und ist möglicherweise nicht für Kinder oder Jugendliche geeignet.
- Screening-Ergebnisse können durch andere Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen und Schilddrüsenerkrankungen beeinflusst werden.
- Ein positives Screening-Ergebnis sollte durch eine umfassende klinische Evaluation einschließlich Entwicklungsanamnese ergänzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ASRS-5 und ASRS-v1.1?
Wie können 6 Fragen ADHS genau screenen?
Was sind die drei Subtypen von ADHS bei Erwachsenen?
Warum wird ADHS bei Frauen oft übersehen?
Kann ADHS mit Angst oder Depression koexistieren?
Wie schneidet der ASRS-5 im Vergleich zu längeren ADHS-Bewertungen ab?
Unterscheidet sich ADHS bei Erwachsenen vom Kinder-ADHS?
Was sollte ich tun, wenn mein Score über der Schwelle liegt?
Referenzen
Adler, L.A., Spencer, T., Faraone, S.V., et al. (2006). Validity of Pilot Adult ADHD Self-Report Scale. Annals of Clinical Psychiatry, 18(3), 145-148.
Kessler, R.C., Adler, L., Ames, M., et al. (2005). The WHO Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS). Psychological Medicine, 35(2), 245-256.
National Institute of Mental Health. (2024). Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder.
National Institute for Health and Care Excellence. (2019). ADHD: diagnosis and management (NICE NG87).
