AuDHD Test

Camouflage- & Maskierungsbewertung

Verstehen Sie, wie sehr Sie in sozialen Situationen tarnen.

Der CAT-Q misst Camouflage-Verhalten — Strategien, die Menschen anwenden, um autistische Merkmale in sozialen Situationen zu verbergen oder zu kompensieren. Entwickelt von Hull et al. (2019), misst er drei Dimensionen: Kompensation (soziale Schwierigkeiten ausgleichen), Maskierung (autistische Eigenschaften verbergen) und Assimilation (versuchen sich anzupassen). Hohe Camouflage-Werte können erklären, warum Screening-Tools autistische Merkmale unterschätzen.

25 Fragen — dauert etwa 5 Minuten

Über die CAT-Q-Maskierungsbewertung

Der CAT-Q (Fragebogen zur Tarnung autistischer Merkmale) ist das erste validierte Selbstbeurteilungsinstrument für soziale Camouflage bei Autismus.

Entwickelt von Hull et al. (2019) am University College London, misst der CAT-Q drei Dimensionen der Camouflage: Kompensation (Strategien zum Ausgleich sozialer Schwierigkeiten, 9 Items), Maskierung (Verbergen autistischer Merkmale, 9 Items) und Assimilation (Strategien zum Einfügen, 7 Items). Hohe Camouflage-Werte können erklären, warum einige Personen bei Autismus-Screening-Tools wie dem AQ-10 unter dem Schwellenwert liegen.

Wie die CAT-Q-Bewertung funktioniert

Der CAT-Q verwendet eine 7-stufige Likert-Skala für jede seiner 25 Fragen.

Einige Items sind umgekehrt bewertet. Gesamtscores reichen von 25 bis 175. Der CAT-Q hat keinen offiziellen klinischen Grenzwert — er misst eine kontinuierliche Dimension des Camouflage-Verhaltens. Forschung zeigt Durchschnittswerte von etwa 100 für autistische Männer und 109 für autistische Frauen.

Der CAT-Q ist beschreibend, nicht diagnostisch. Höhere Scores zeigen mehr Camouflage-Verhalten. Die drei Subskalen zeigen, welche spezifischen Strategien Sie am meisten nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist autistische Camouflage oder Maskierung?
Autistische Camouflage ist der Prozess des Verbergens autistischer Merkmale und der Nachahmung neurotypischen Sozialverhaltens. Dies umfasst erzwungenen Blickkontakt, Gesprächsproben, Nachahmung von Gesichtsausdrücken, Unterdrückung von Stimming und intellektuelles statt intuitives Erlernen sozialer Regeln. Obwohl kurzfristig oft wirksam, ist chronische Camouflage stark mit Erschöpfung, Burnout, Angst, Depression und vermindertem Identitätsgefühl verbunden.
Kann hohe Maskierung meinen Autismus-Screening-Score verfälschen?
Ja, dies ist einer der wichtigsten Gründe für die Existenz des CAT-Q. Autismus-Screening-Tools wie der AQ-10 (/autism-test) fragen nach sozialen Schwierigkeiten — aber wenn Sie gelernt haben, diese durch Maskierung zu kompensieren, spiegeln Ihre Scores möglicherweise nicht Ihr tatsächliches Niveau autistischer Merkmale wider.
Wie hängt Maskierung mit psychischer Gesundheit zusammen?
Forschung verbindet hohe Camouflage konsistent mit schlechteren psychischen Gesundheits-Outcomes. Cassidy et al. (2018) fanden einen Zusammenhang mit erhöhtem Suizidalitätsrisiko bei autistischen Erwachsenen. Hohe Maskierung ist auch mit Angst, Depression und Identitätsverlust verbunden.
Warum erzielen Frauen und LGBTQ+-Personen tendenziell höhere Scores?
Frauen und LGBTQ+-Personen stehen unter erhöhtem sozialem Anpassungsdruck, was intensivere Camouflage antreibt. Die Überschneidung von Neurodivergenz mit Gender und Sexualität erzeugt verstärkte Drücke, die Camouflage-Strategien intensivieren.
Was bedeuten die drei Subskalen?
Kompensation misst aktive Strategien zum Ausgleich sozialer Schwierigkeiten. Maskierung misst, wie sehr Sie autistische Merkmale verbergen. Assimilation misst Strategien, sich anderen anzupassen. Jede Subskala erfasst eine eigene Dimension der Camouflage-Erfahrung.
Was ist „Demaskierung" und ist sie möglich?
Demaskierung ist der schrittweise Prozess der Reduzierung von Camouflage-Verhalten. Er beginnt oft mit erhöhtem Selbstbewusstsein. Therapie mit einem neurodiversitäts-affirmativen Therapeuten kann diesen Prozess unterstützen. Demaskierung geschieht nicht über Nacht und ist kein Alles-oder-Nichts. Viele Menschen finden, dass sie in sicheren Umgebungen mehr demaskieren können.

Referenzen

Hull, L., Mandy, W., Lai, M.-C., et al. (2019). Development and Validation of the CAT-Q. JADD, 49(3), 819-833.

Hull, L., Petrides, K.V., Allison, C., et al. (2017). "Putting on My Best Normal". JADD, 47(8), 2519-2534.

Cassidy, S., Bradley, L., Shaw, R., Baron-Cohen, S. (2018). Risk Markers for Suicidality in Autistic Adults. Molecular Autism, 9, 42.

Mantzalas, J., Richdale, A.L., Adikari, A., et al. (2022). What Is Autistic Burnout? A Thematic Analysis. Autism in Adulthood, 4(2), 132-143.