AuDHD Test

Autismus-Screening-Test für Erwachsene

Ein schnelles, validiertes Screening für Autismus-Merkmale bei Erwachsenen.

Dieses Screening verwendet den AQ-10 (Autismus-Spektrum-Quotient — 10 Items), entwickelt vom Autism Research Centre der Universität Cambridge. Mit einer Sensitivität von 88 % und einer Spezifität von 91 % ist es eines der zuverlässigsten kurzen Autismus-Screening-Tools.

10 Fragen — dauert etwa 2 Minuten

Über das AQ-10-Autismus-Screening

Der AQ-10 wurde vom Autism Research Centre der Universität Cambridge als kurzes Autismus-Screening-Tool für Erwachsene entwickelt.

Abgeleitet vom 50-Item Autismus-Spektrum-Quotienten (AQ-50) von Baron-Cohen et al. (2001), wurde der AQ-10 von Allison et al. (2012) validiert und identifiziert die 10 Fragen, die am besten Autismus-Spektrum-Zustände vorhersagen. Er erreicht 88 % Sensitivität und 91 % Spezifität. NICE-Leitlinien empfehlen seine Verwendung bei Verdacht auf Autismus bei Erwachsenen.

Wie die AQ-10-Bewertung funktioniert

Der AQ-10 verwendet Binärbewertung — jede Frage trägt 0 oder 1 Punkt bei.

Für Fragen 1, 7, 8 und 10 ergibt „Stimme voll zu" oder „Stimme eher zu" 1 Punkt. Für die übrigen Fragen (2-6, 9) ergibt „Stimme überhaupt nicht zu" oder „Stimme eher nicht zu" 1 Punkt. Der Gesamtscore reicht von 0 bis 10.

Ein Score von 6 oder höher deutet auf erhöhte autistische Merkmale hin. Viele autistische Erwachsene — besonders Frauen und Personen mit starken Maskierungsstrategien — können jedoch unter dem Schwellenwert liegen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen AQ-10 und AQ-50?
Der AQ-50 ist der vollständige Autismus-Spektrum-Quotient mit 50 Fragen in fünf Bereichen. Der AQ-10 ist eine Kurzversion mit den 10 vorhersagestärksten Fragen. Er benötigt nur 2 Minuten und behält hohe Sensitivität (88 %) und Spezifität (91 %) bei.
Warum können Frauen beim AQ-10 niedrigere Scores erzielen?
Autistische Frauen erzielen aufgrund von Camouflage — dem bewussten oder unbewussten Verbergen autistischer Merkmale in sozialen Situationen — tendenziell niedrigere Scores. Wenn Sie vermuten, dass Maskierung Ihre Ergebnisse beeinflusst, sollten Sie unsere CAT-Q-Bewertung (/cat-q) in Betracht ziehen.
Was ist Maskierung oder Camouflage?
Maskierung bezieht sich auf Strategien, die autistische Menschen verwenden, um ihre autistischen Merkmale zu verbergen und neurotypisch zu erscheinen. Dies umfasst das Erzwingen von Blickkontakt, Üben von Gesprächen, Imitieren von Gesichtsausdrücken und Unterdrücken von Stimming-Verhalten. Maskierung kann sozial helfen, hat aber erhebliche Kosten — Erschöpfung, Burnout, Angst und Identitätsverlust.
Gibt es ein gründlicheres Autismus-Screening?
Ja, der RAADS-R ist ein umfassendes 80-Fragen-Screening, das Merkmale in vier Dimensionen bewertet und eine entwicklungsgeschichtliche Perspektive einbezieht. Unsere RAADS-R-Bewertung (/raads-r) bietet dimensionale Scores und größere klinische Tiefe.
Können Erwachsene noch spät im Leben diagnostiziert werden?
Absolut. Spätdiagnosen bei Erwachsenen werden immer häufiger und anerkannter. Viele Erwachsene — besonders Frauen und Personen mit starken Maskierungsfähigkeiten — wurden als Kinder übersehen. Eine späte Diagnose kann zutiefst bestätigend sein.
Welche Einschränkungen hat der AQ-10?
Der AQ-10 erfasst einen begrenzten Bereich autistischer Merkmale, wurde hauptsächlich in westlichen Bevölkerungen validiert und verwendet ein binäres Bewertungssystem. Am wichtigsten ist, dass er Autismus bei Frauen und Personen, die camouflieren, tendenziell unteridentifiziert.
Wie ergänzen sich AQ-10 und RAADS-R?
Der AQ-10 ist ideal als schnelles Erstlinien-Screening, während der RAADS-R (/raads-r) eine viel tiefergehende Bewertung mit 80 Fragen über vier Dimensionen bietet. Beide zusammen liefern sowohl einen schnellen Erstindikator als auch ein umfassendes Merkmalsprofil.
Was sollte ich nach diesem Screening mit meinem Arzt besprechen?
Bringen Sie Ihre Screening-Ergebnisse mit und besprechen Sie konkrete Schwierigkeitsbereiche — soziale Kommunikation, sensorische Empfindlichkeiten, Routinebedürfnisse und deren Auswirkungen auf Ihren Alltag. Bitten Sie um eine Überweisung an einen in der Erwachsenen-Autismus-Diagnostik erfahrenen Kliniker.

Referenzen

Allison, C., Auyeung, B., & Baron-Cohen, S. (2012). Toward brief "Red Flags" for autism screening. JAACAP, 51(2), 202-212.

Booth, T., Murray, A.L., McKenzie, K., et al. (2013). An Evaluation of the AQ-10. JADD, 43(8), 1907-1910.

Baron-Cohen, S., Wheelwright, S., et al. (2001). The Autism-Spectrum Quotient (AQ). JADD, 31(1), 5-17.

Hoekstra, R.A., Vinkhuyzen, A.A., et al. (2011). The Construction and Validation of an AQ Short Form. JADD, 41(5), 589-596.

National Institute of Mental Health. (2024). Autism Spectrum Disorder.